· 

Vom Regal auf den Teller

Essen: Ja natürlich, aber wie kommt das Essen auf einer Reise im Auto vom Detailhändler bis auf den Teller?

Kochen beim Campieren

Heute widmen wir uns mit dem Thema mehr den Frauen, den alleinstehenden Männern oder einfach all denjenigen unter euch, die sich gerne ab und an mal ein leckeres Essen zaubern. Es geht um die Verpflegung unterwegs und auf den Campingplätzen. Obwohl wir unsere eigene, vernünftig ausgerüstete Küche stets mittragen, gibt es doch einige Unterschiede von Zuhause zum Camper in Anbetracht auf das Einkaufen, Aufbewahren, Kochen, Essen und Abwaschen. Deshalb gehen wir in den folgenden Erläuterungen auf diese fünf Punkte ein.

 

Zuerst gibt es da aber noch was Grundlegendes zu klären: Essen wir auswärts oder möchten wir uns selber verpflegen? Diese Frage darf sich auf seiner Reise jeder selber nach seinen eigenen Vorlieben beantworten. Wir setzen vorwiegend auf die eigene Verpflegung und besuchen nur ab und zu mal ein Restaurant, um entweder lokale Spezialitäten zu kosten oder um bei schlechtem Wetter uns das Leben zu erleichtern.

 

Beginnen wir nun aber am Anfang, dort wo für uns in Bezug auf die Verpflegung alles beginnt: beim Einkauf. Wie in den meisten Ländern heutzutage, ist es auch in Südafrika kein Problem, einen Detailhändler zu finden. Diverse Ketten bieten in jedem grösseren Dorf ihr Angebot an. Die Shops sind von Ort zu Ort unterschiedlich ausgestattet, wobei im Vergleich zur Schweiz die Auswahl von Frischprodukten eher geringer ist. Und auch die Einteilung in den Shops ist gewöhnungsbedürftig, so findet man manchmal das Haushaltspapier beim Gewürz, die Zahnpaste beim Frühstücksmüesli, etc. Ohne Zeitstress tangiert uns das aber nur marginal. In der Schweiz hat man an der Kasse dann jeweils den Stress den Einkaufswagen auszuräumen und alles wieder in die Einkaufstaschen zu verstauen. Hier in Südafrika übernehmen die Mitarbeiter das Verpacken in kleine Plastiktüten.

 

Stehen wir dann vor dem Auto, stellt sich die Frage, wo wir all diese Produkte verstauen sollen. Dem Thema Aufbewahrung muss natürlich schon beim Bau des Campers grosse Aufmerksamkeit geschenkt werden. So haben wir einen luxuriös grossen 65l Kühlschrank und diverse weitere Vorratskisten bzw. -schubladen, die auch während der Fahrt über schauklige Schotterpisten ihren Dienst leisten müssen.

 

Das wohl Wichtigste für eine genüssliche, abwechslungsreiche Verköstigung ist das Kochen. Um nicht immer dieselben 10 Gerichte aufzutischen, haben wir unterschiedliche Kochbücher im Gepäck, die speziell auf das Camping bzw. die Outdoor-Küche ausgerichtet sind. Die darin enthaltenen Rezeptvorschläge, kombiniert mit den vorhandenen Lebensmitteln und unserer Fantasie, ergeben immer wieder abwechslungsreiche und spannende Kreationen. Zudem muss beachtet werden, dass wo möglich auch länger haltbare, gewichtsparende Lebensmittel, wie Linsen, Couscous, Reis usw. zum Einsatz kommen.

Um aber überhaupt mal eine warme Mahlzeit auftischen zu können, muss auch eine Hitzequelle vorhanden sein. Dazu haben wir in unserer einfachen Küche einen Gasherd eingebaut. Zudem verfügen wir noch über einen kleinen windfesteren Einzelgaskocher, doch sobald der erste Windstoss auftritt, lässt die Leistung der normalen Gaskocher zu wünschen übrig. Ein weiterer Faktor ist der Gasverbrauch. Damit dieser optimiert werden kann, haben wir begonnen, unseren Dampfkochtopf vermehrt einzusetzen. Und schon kommt die nächste Frage: Wie setzt man diesen korrekt ein? Man sieht, uns wird es auch, abgesehen von den vielen neuen Eindrücken, nicht so schnell langweilig. Um unsere Menüs während einem halben Jahr abwechslungsreich zu gestalten, benützen wir jeweils auch die Feuerstellen auf den Campingplätzen oder unseren eigenen kleinen Gasgrill. Zuletzt ist es auch noch wünschenswert, ab und zu den Backofen anzuwerfen. Wie ihr im vorherigen Artikel Kuchen mal anders nachschlagen könnt, verwenden wir dazu einen gusseisernen Feuertopf, der direkt im oder über dem Feuer verwendet werden kann. Darin lassen sich Eintöpfe, Fleisch, Kuchen, Pizza, Brote, etc. zubereiten.

 

Sobald alles angerichtet ist, geht’s zum genüsslichen Teil. Unser Essen servieren wir meist am Campingtisch, doch unterwegs begnügen wir uns auch mal mit der klappbaren Ladefläche am Hilux.

 

Zu guter Letzt kommt noch das Spannendste, der Abwasch. Sofern möglich, erledigen wir diesen in der allgemeinen Küche auf dem Campingplatz. Für die anderen Fälle trägt Bovi zwei 40l Wassertanks, mit denen man sparsam etliche Geschirrreinigungen durchführen kann.    

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Sara (Montag, 05 März 2018 07:15)

    Hallo zusammen
    Echt toll wie Ihr das macht.
    Ich bin beeindruckt.
    Weiterhin viel Spass.
    Grüessli Sara