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Minideutschland in Namibia

Mitten in Afrika zwischen Dünen und dem Atlantik wird man überall in deutsch begrüsst und fühlt sich wie bei unseren nördlichen Nachbaren in Europa. Das muss Swakopmund sein.    

Swakopmund

Swakopmund an der Küste des Atlantiks gilt, genauso wie Lüderitz, ebenfalls als stark windig. Zusätzlich fehlt hier auch der Nebel an fast keinem Tag im Jahr. So findet man am Morgen stets eine graue Decke über der Stadt, die dann aber am Vormittag oft leicht aufreisst. Für gemütliche Stunden am Lagerfeuer sorgen diese beiden Komponenten leider nicht. Deshalb haben wir auch hier eine fixe Unterkunft gesucht und mit der «Pianoforte» ein einfaches und perfektes Zimmer für uns gefunden.

 

Die Stadt ist super kompakt und alle leckeren Cafe’s, Restaurant etc. können zu Fuss problemlos erreicht werden. Während den Kolonialzeiten von Deutsch-Südwestafrika, galt Swakopmund als wichtigster Hafen für Einwanderer aus Deutschland. Der deutsche Einfluss ist auch heute noch stark zu spüren. Die Stadt ist nicht nur sauber gepflegt und der Supermarkt überdurchschnittlich europäisch eingerichtet, sondern man wird auch in den meisten Restaurants auf deutsch begrüsst. Dies zieht sich dann auch in den Speisekarten entsprechend weiter, sodass man nebst Fischspezialitäten auch typische deutsche Kost, wie Eisbein mit Sauerkraut und dazu ein Erdinger Weissbier bestellen kann.

 

Ausserhalb der Stadtgrenzen liegen die Dünen des Dorob National Parks, der erst im Jahre 2010 zum Schutz der Natur errichtet wurde. Die Nutzung des Gebiets ist stark eingeschränkt und nur unter strengen Vorschriften dürfen verschiedene Aktivitäten angeboten werden. Fabi und Claudio haben Bovi auf dem sicheren Parkplatz in der Stadt ruhen lassen und sich während den drei Tagen eine «Living Desert Adventures» als auch einen Sandboarding Trip gegönnt.

 

Um den speziellen Lebensraum in den Dünen genauer kennen zu lernen, wurden wir am ersten Morgen gleich für die «Living Desert Adventures» abgeholt. Das Motto der Tour lautet «The Little Five», also sozusagen das Gegenteil zu den bekannten Big-Five. Zuerst hat Douglas uns diverse spannende Infos zur Entstehung des Gebiets mitgegeben und uns die Nahrungskette in der so trocken scheinenden Landschaft aufgezeigt. Mit diesem Wissen und den wichtigsten Sicherheitsinformationen haben wir uns dann alle zusammen gleich auf die Suche nach den kleinen Wüstenbewohnern gemacht. Dank einer Prise Glück und der jahrelangen Erfahrung der Guides konnten wir Geckos, Salamander, Blindschleichen, Schlangen und Chamäleons bestaunen.

 

Am Folgetag setzten wir mehr auf Action und physische Fitness. Mit einem alten VW T3 wurden wir unten an eine steile und doch ganz schön hohe Düne chauffiert, wo wir gleich mit Helm, Boots und Board ausgerüstet wurden. Das Sandboarding ist fast wie Snowboarden, ausser dass kurze Hosen und T-Shirt als Bekleidung ausreichen. Auf der Piste gibt es dann aber auch noch grössere Unterschiede:

  • Sand läuft einiges langsamer
  • man sinkt ein und benötigt deshalb ungewöhnlich Rücklage
  • es gibt keinen Lift...

Diese Punkte haben einiges an Schweiss gekostet und auch öfters zu einem harmlosen Sturz geführt. Diese Kombination im Sand führte im Nachhinein unweigerlich zu einer längeren Dusche, während der vergeblich versucht wurde, den Sand aus den Haaren, Ohren, etc. zu kriegen.

 

Nun geht’s wieder weiter mit Bovi. Zu Beginn führt es uns zu der Blutkuppe, in denen mit Camping auf einfachstem Niveau das pure Gegenteil zum Stadtleben angesagt ist.    

Bilder: Namibia

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Kommentare: 1
  • #1

    René dein Götti (Freitag, 13 April 2018 18:53)

    Interessant hört sich euer Blog an, da ich ganz ähnliche Erfahrungen machte.
    Im Moment sind Ursula und ich auch auf einem Tripp, dem Chemin Saint Jacques ab Genf bis ... (Rorschach bis Genf bereits alles gelaufen). So erleben wir Landschaft und Leute, aber auch unseren Körper und Geist �‍♀️⛰️��️�‍♂️��