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Unterwegs ins Grüne

Langsam aber stetig ändert sich die Landschaft. Die kargen Steppen werden langsam mit Büschen und frischem, saftigen Gras überzogen. Dafür ist nicht nur der Regen der vergangenen drei Wochen, sondern auch die zunehmenden Breitengrade unserer GPS Position verantwortlich.

Namibia - Giraffen

Mittlerweile sind wir wieder seit einer Woche auf Achse und haben uns entsprechend an das harte Bett im Dachzelt und das Kochen auf dem Feld gewohnt.

 

Den ersten Stopp unternahmen wir bei der Spitzkoppe. Dieser Berg gilt als «Matterhorn von Namibia» und ragt mit seinem orange-farbigen Felsgestein spitzig aus dem flachen Steppenboden. Der Campingplatz mit seinen rund 20 Plätzen erstreckt sich über 4 km. Der morgendliche Gang zur Dusche erfolgte deshalb ausnahmsweise in Begleitung von Bovi.

 

Über die höchsten Berge Namibias, die Bandberge, zog es uns nach Twyfelfontein. Der Ort ist für seine Jahrtausend alten Gravuren in den Felsblöcken bekannt. Diese dienten den ursprünglichen Nomaden als Landkarten für die Jagd und als Unterrichtsmaterial für den Nachwuchs.

 

Den nächsten Halt absolvierten wir in Palmwag auf einem winzigen und ruhigen Campingplatz mit super Aussicht, der jedoch nur sporadisch Wasser hatte. Der einheimische Betreiber meinte daraufhin, dass wir uns auch im nahegelegenen «Fluss» waschen könnten. Doch diese moorige Pfütze lächelte uns für ein erfrischendes Bad nicht sonderlich an, weshalb es uns am Folgetag auf den nächstgelegenen Campingplatz zog. Von dort aus absolvierten wir einen gemütlichen Self-Game-Drive in der dazugehörigen Palmwag Concession Area. Seit längerem bekamen wir da wieder duzende wilder Tiere kombiniert mit einer genüsslichen Landschaft zu Gesicht. Nach diesem weiteren Tag bei 36° genossen wir dann am Abend umso mehr die funktionierende Dusche.

 

Die letzte Etappe ging über den abwechslungsreichen und besonders farbenintensiven Grootberg Pass, auf dem uns sogar noch Giraffen die Strasse kreuzten. Nun befinden wir uns auf dem wunderschönen Oppi Koppi Campingplatz. Speziell an diesem ist, dass er für Reisende, die länger als drei Monate unterwegs sind und über eine nicht afrikanische Autonummer verfügen, den Platz kostenlos zur Verfügung stellt.

 

Im Allgemeinen ist uns auf unserer Reise in den Norden stark aufgefallen, wie sich die Infrastruktur stetig wandelt. So werden die Strassen rauer und die Tankstellen bzw. Einkaufsmöglichkeiten rarer. Dafür wird die Landschaft permanent grüner und fruchtbarer.    

Bilder: Namibia

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Kommentare: 1
  • #1

    Stefan/ie (Dienstag, 01 Mai 2018 10:08)

    Hallo ihr zwei...!
    Danke für die tollen Bilder und Berichte. :) Es ist schön nachzuverfolgen was ihr erlebt und alles sieht. :) Viel Spass weiterhin!
    Stefan / Stefanie