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Etosha – Im Westen was Neues

Der westliche Teil des Etosha Nationalparks stand auf dem Programm. Dieser Bereich wurde erst vor vier Jahren der Allgemeinheit zugänglich gemacht und bietet den wilden Tieren eine immense Fläche an Rückzugsgebiet an. Doch ist dieser Teil aufgrund der beschränkten Strecke sehenswert?    

Etosha - Olifantsrus Camp

Nach einer Nacht auf dem abenteuerlichen Campingplatz «Etosha Roadside Camp» nur wenige hundert Meter westlich des Nationalparks, ging es am 29.04.18 bei Öffnung des Galton Gates gleich in den Park. Nach nur wenigen Fahrminuten stiessen wir bereits auf die erste Überraschung. Sechs Löwen machten sich langsam vom morgendlichen Pirschgang auf den Weg in eine ruhigere Deckung. Ein wunderschönes Erlebnis diese mächtigen Tiere im Zusammenleben mit der gesamten Natur zu sehen. So kamen auch potenzielle Opfer der Löwen erstaunlich nahe, da sie bemerkten, dass ihre Feinde nicht mehr auf der Jagd sind.

 

Der Park erstreckt sich über hunderte von Kilometern und bietet immer wieder Unterschiede in Fauna und Flora. Um genügend Zeit zur Verfügung zu haben, haben wir uns trotz des horrenden Preises und der spärlichen Ausstattung entschieden, eine Nacht auf dem Olifantsrus Campsite zu verbringen. Dies ist der einzige Campingplatz im westlichen Teil des Parks und bietet eine super Ausgangslage um sich frühmorgens bereits schon auf die Pirsch nach weiteren Tieren zu machen.

 

Vor rund 35 Jahren wuchs die Elefantenpopulation im Park derart rasant, dass die Verwaltung gezielt die Elefantenpopulation reduziert hatte. Zu dieser Zeit wurde das Camp Olifantsrus für die Verarbeitung und Untersuchung der getöteten Elefanten verwendet. Dazumal war der westliche Teil des Parks auch nur für geführte Touren zugänglich. Vor vier Jahren wurde diese Begrenzung aufgehoben und auch Olifantsrus als Campingplatz eröffnet.

 

Am zweiten Tag im Park konnten wir während dem Morgenessen einen superschönen Sonnenaufgang geniessen. Auch die anschliessend immer wieder wechselnde Stimmung bot dank den saftigen Büschen und den grau schimmernden Grasflächen einmalige Eindrücke. Im Verlaufe der gefahrenen 200 km bis zur Mitte des Parks konnten wir Herden mit hunderten von Zebras, Springböcken, Oryx etc. beobachten. Diese immense Summe an Tieren war bis jetzt einzigartig auf unsere Reise und hat uns extrem beeindruckt, da in der Schweiz nicht mal Grossbauern über ähnliche Herden verfügen.

 

Zurück auf die einleitende Fragestellung, ob der Westen des Etoshas Parks sehenswert ist, können wir getrost sagen: Wer Zeit hat kann gemütliche Stunden in ruhiger Natur ohne riesen Touristenauflauf geniessen. Während oder gleich anschliessend an die Regenzeit sind die Wasserlöcher zwar schwach begangen, Tiere lassen sich aber auch dennoch in anderen Gebieten in riesen Scharen entdecken.

 

Nun verbringen wir einen erholsamen Tag südlich des Etosha Parks und nehmen uns wieder mal Zeit, den Backofen anzuwerfen. Anschliessend ziehen wir in Richtung Waterberg Plateau National Park weiter.    

Bilder: Namibia

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Kommentare: 2
  • #1

    Dario (Freitag, 04 Mai 2018 20:55)

    Hammer Bilder von eurer Reise. Toll euch zu verfolgen
    Gruss und gute Reise
    Dario :) :) :)

  • #2

    Barbara (Dienstag, 22 Mai 2018 20:10)

    Dieser Eintrag macht mich besonders neidisch. ;)