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Gastbeitrag: Ein Elefant in der Kinovorführung

Die dreiwöchige Tour mit Sonja und Sandra neigt sich dem Ende zu. Heute müssen wir uns bereits wieder von ihnen verabschieden. Glücklicherweise haben sie uns zum Abschluss noch ein paar wunderbare Worte für unseren Blog hinterlassen.

Was für eine Ehre, wir, Sonja und Sandra, dürfen für euch den nächsten Blogeintrag verfassen.

 

Nach unserer ersten Safariwoche in Namibia ging unsere Reise weiter nach Botswana. Unser erster Zoll mit dem eigenen Mietfahrzeug stand an. Viel wurde uns erzählt über unzählige Stunden Wartezeit und Bürokratie. So machten wir uns am Morgen früh auf, um den nur 10km entfernten Zoll nach Botswana zu überqueren. Und siehe da, nach nur rund einer Stunde waren sämtliche Formalitäten erledigt und die Reise konnte weitergeführt werden. Auf holprigen Strassen führte die Reise nach Maun, wo für die nächsten Tage eingekauft und das Auto komplett aufgetankt wurde. Von nun an ging es nämlich in die Wildnis von Botswana.

 

Dies wurde uns bereits am ersten Tag bewusst, ganze 9 Stunden benötigten wir für die 136 Kilometer zu unserem ersten Campingplatz im Moremi Nationalpark. Die Route führte uns über abgelegene Sandwege, durch Wasserpfützen und einspurige Waldwege. Ein echtes Abenteuer! Froh waren wir, am Abend endlich den Campingplatz erreicht zu haben, so froh, dass wir beschlossen, am nächsten Tag keinen Kilometer mit dem Auto zurückzulegen. So genossen wir den Ruhetag mit Ausschlafen, Lesen und Backen. Wir lernten dank Fabi und Claudio die Backtechniken auf dem Feuer kennen und zauberten einen leckeren Schokoladenkuchen und ein Schweizer Brot auf den Tisch.

 

Die Campingplätze in Botswana sind einiges rudimentärer als in Namibia. So sind diese weder eingezäunt noch sonst irgendwie von den Wildtieren geschützt. In der Nacht war es somit Gang und Gäbe, dass sich die Elefanten und Hyänen rund um unseren Platz tummelten. So wurde auch Claudio eines Abends beim Holzen überrascht, als ihm plötzlich ein Elefant bei seiner Tätigkeit zuschaute.

 

Der Moremi Nationalpark ist auch das Zuhause von vielen Flusspferden. Während des Mittagessens konnten wir diese enormen Tiere an einem See beobachten, am Abend waren ihre Laute rund um den Campingplatz zu hören.

 

Als nächstes fuhren wir in den Chobe Nationalpark und wir waren sofort überwältigt von seiner Schönheit. Vielleicht auch darum, weil wir knapp nach Befahren des Parks einen wunderschönen jungen Leoparden direkt neben der Strasse beobachten durften. Dies sollte für den heutigen Tag nicht die letzte Vorführung sein. Angekommen auf dem Campingplatz, für die Übernachtung eingerichtet und das Mittagessen gekostet, so folgte gleich die nächste Showeinlage. Wir dachten uns noch, welches Tier den markanten Wildwechsel gegenüber unserem Campingplatz wohl benutzen würde und siehe da, es war ein Elefant. Dieser genoss ebenfalls sein Mittagessen, ebenfalls auf unserem Campingplatz und ebenfalls bei unserem Schatten spendenden Baum. Eine private late afternoon Show, bei der sich vor allem Sonja sehr wohl fühlte.

 

Unsere Reise führte auf einer sehr sandigen Strasse weiter durch den Chobe Nationalpark Richtung Norden. Die Fahrt war spektakulär, nicht nur einmal war unser Auto mit allen vier Rädern in der Luft. Sonja benutzte rege ihre Handgriffe während Sandra am liebsten noch schneller fuhr.

 

Der Chobe Nationalpark bietet eine rund 50 km lange Strasse entlang des Flusses an. Diesen Umweg nahmen wir gerne in Kauf, die Landschaft zeigte sich von seiner schönsten Seite und der Fluss in der kargen Wüste bot eine gelungene Abwechslung. Nicht nur die Natur war überragend, sondern auch die Tierwelt. Noch einmal durften wir Büffel, Krokodile, Impalas, Wasserböcke, Giraffen, Elefanten und Adler bestaunen. Der zweitägige Aufenthalt in der Chobe Safari Lodge beendete unsere sehr schöne Reise durch Botswana. Wir genossen eine Abend-Bootsfahrt, bei der wir wiederum eine Vielfalt an Tieren zu Gesicht bekamen. Im Wasser fanden wir Flusspferde, eine Elefantenherde und riesige Krokodile. Auch ein Leopard zeigte sich uns noch einmal.

 

Die letzte Destination unserer Reise war Victoria Falls, in Simbabwe, was bedeutete, noch einmal eine Landesgrenze zu überqueren. Dies gestaltete sich um einiges chaotischer und dementsprechend länger dauerte die Einreise, nämlich ca. 2 Stunden.

 

Die Victoria Falls haben uns, sowohl zu Fuss als auch aus der Luft, sehr beeindruckt. Nach der Regenzeit stürzen sich hier nämlich bis zu 5000 m3 Wasser pro Sekunde in die Tiefe. Kein Wunder helfen einem hier nur die Ponchos, um nicht klatschnass zu werden.

 

Hier in Victoria Falls verabschieden wir uns von den beiden Reisenden und wünschen Fabi und Claudio weiterhin eine wunderschöne und mausfreie Reise.

 

Vielen Dank, dass wir einen kleinen Teil eurer Reise mit euch teilen durften.

Merci fürs:

  • abholen in Windhoek, wir waren mega froh!
  • helfen das Dachzelt aufzustellen, denn ohne euch hätte das wohl nie funktioniert
  • ersetzen des kaputten Reifens
  • teilen eures Kühlschrankes, als unser den Geist aufgegeben hat
  • einweihen in eure Feuer-Kochkünste
  • aussortieren und löschen der viel zu vielen schönen Elefanten-Fotos
  • navigieren durch die nicht immer gut gekennzeichneten Strassen
  • vorfahren und testen der Wassertiefe, wenn die Strasse mal wieder überflutet war
  • schreien und quietschen während der Mäusejagd
Elefant in der Kinovorführung
Leopard
Elefant im Wasser
Victoria Fälle

Bilder: Botswana, Simbabwe

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Kommentare: 1
  • #1

    Sara (Donnerstag, 24 Mai 2018 18:36)

    Super Bericht. Danke!
    Guten Flug an Sonja und Sandra.
    Gute Reise an Claudio und Fabi.